Geschichte der Spenglersan GmbH

Der Gründer unseres Unternehmen, Paul A. Meckel, lernte 1906 Dr. med. Carl Spengler in Davos kennen. Meckel galt zu diesem Zeitpunkt als unheilbar an TBC erkrankt. Ihm waren die spektakulären Heilerfolge in der Tuberkulosebekämpfung des Schweizer Arztes Dr. Spengler zu Gehör gekommen. Von seinen eigenen Ärzten bereits aufgegebenen war der Besuch bei Spengler in Davos für Meckel die letzte Hoffnung. Die Behandlung durch Spengler mit dem von ihm entwickelten das Immunkörper-Präparat „Tb. I.-K. ( dem heutigen Spenglersan® Kolloid T) schlug bei Meckel wie bei zahlreichen anderen Patienten sensationell an. Nach einer halbjährigen Therapie war Meckel geheilt, die Krankheit trat in seinem weiteren Leben nie wieder auf.

  • 1906
    Kennenlernen Carl Spengler und Paul A. Meckel
  • 1936
    Gründung der Firma Paul Meckel Pharmazeutische Spezialitäten (spätere Spenglersan GmbH) durch Paul A. Meckel in Berlin
  • 1947
    Umzug Produktionsstätte von Berlin nach Konstanz und Umzug Büro nach Bonn Bad-Godesberg
  • 1949
    Umzug der Firma nach Bad Godesberg
    Erste Spenglersan Tagung für naturheilkundlich orientierte Ärzte
  • 1962
    Tod Paul A. Meckel
  • 1989
    Verlagerung der Betriebsstätte von Bonn Bad-Godesberg nach Bühl (Baden-Baden)
  • 1993
    Übernahme der Entoxin-Präparate der Firma Kleine & Steube Entoxin GmbH
  • 1993
    Neubau des heutigen Firmengebäudes in Bühl
  • 2003
    Erweiterungsbau der Produktions- und Versandabteilung
  • 2009
    Ausbau der Produktlinie um Säure-Basen-Produkte
  • 2013
    50. Spenglersan Tagung im Rahmen der Medizinischen Woche in Baden-Baden

Dr. Carl Spengler – Herausragender Mediziner, Forscher und Sportsmann

Carl Spengler wurde 1860 in Davos als Sohn von Dr. med. Alexander Spengler geboren. Nach seiner Approbation zum Dr. med. arbeitete er in der väterlichen Praxis und widmete dort sein medizinisches Forschungsinteresse schwerpunktmäßig der Tuberkulose. Durch seine Veröffentlichungen wurde Robert Koch auf Spengler aufmerksam und warb ihn als ambitionierten Mitarbeiter für sein Berliner Institut an. Hier arbeitete Spengler u.a. gemeinsam mit den Nobelpreisträgern von Behring und Kitasato.

Wie hoch Robert Koch die Fähigkeiten Carl Spenglers einschätze, belegt besonders die Tatsache, dass er 1895 sein Original-Tuberkulin zu umfangreichen bakteriologischen Forschungen Spengler überließ, die dieser im heimatlichen Davos neben seiner praktischen ärztlichen Tätigkeit ausführte.

Spengler suchte nach neuen therapeutischen Wegen zur Behandlung der Tuberkulose. Als Durchbruch seiner Forschungstätigkeit und Grundlage seiner großen therapeutischen Erfolge gelten die von ihm entwickelten und hergestellten IK-Präparate (IK=Immunkörper).

Spenglers Tuberkulose-Forschung wurde 1904 in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift durch eine Veröffentlichung gewürdigt. 1911 erschienen seine „Tuberkulose- und Syphilis- Arbeiten“, später folgten noch Veröffentlichungen über seine Krebsforschungen.

Das Hauptverdienst Spenglers beruht zweifellos darauf, dass er als einer der ersten Forscher die Bedeutung der Mischinfekte bei der Behandlung der Tuberkulose sowie deren Auswirkungen auf den Gesamtorganismus als „maskierte Tuberkulose“ erkannte.

Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse übertrug Spengler auf die Weiterentwicklung seiner Kolloid-Therapie. Der geradezu geniale Leitgedanke dabei war, die aktive mit einer passiven Immunisierung zeitgleich durchzuführen. Diese Kombination wirkte auch dann, wenn die aktive Immunisierung allein infolge der geschwächten Immunlage des Organismus versagte.

Sein mit großem Erfolg zur Tuberkulosebehandlung eingesetztes Präparat wurde später Spenglersan Kolloid T (T= Tuberkulose) genannt.

Aufgrund der außergewöhnlich guten Behandlungserfolge mit Spenglersan Kolloid T widmete sich Spengler der Entwicklung weiterer Mischkolloide. Sein Ziel war die Heilung von Krankheiten, die anderen Therapien trotzten. Spengler gab sich nicht – wie gemeinhin üblich – damit zufrieden, die Symptome zu bekämpfen und vorübergehend zum Verschwinden zu bringen. Seine Motivation war die eindeutige Entdeckung der eigentlichen (maskierten) Krankheitsursache und deren gezielte Bekämpfung.

Dr. Carl Spengler war aber nicht nur ein bedeutender Wissenschaftler und Mediziner, auch im Sportbereich hat er es zu großer Bekanntheit gebracht. Mit dem Ziel der sportlichen Kontaktaufnahme zwischen Nationen, die der erste Weltkrieg entzweit und verfeindet hat, und deren Zusammenführung durch gegenseitiges Verständnis und Vertrauen, stiftete er Weihnachten 1923 den „Spengler-Cup“, eine bis heute begehrte Trophäe im internationalen Eishockey Sport.

Kurz vor seinem Tod 1937 übertrug Carl Spengler seinem Vertrauten und Mitarbeiter Paul A. Meckel, dem späteren Gründer der Firma Meckel, die alleinigen Herstellungs- und Vertriebsrechte auf die Original-Präparate, deren Original-Rezepturen sowie seinen gesamten wissenschaftlichen Nachlaß.

Die historischen Unterlagen befinden sich heute im Besitz der Spenglersan GmbH als Rechtsnachfolgerin der Firma Meckel.

Paul A. Meckel – geniale Ergänzung zu Dr. Spengler und Gründer der Spenglersan GmbH

Als vermeintlich unheilbar an TBC erkrankt, wandte sich Paul A. Meckel im Jahr 1906 hilfesuchend an Dr. Carl Spengler. Spengler behandelte ihn erfolgreich mit dem von ihm entwickelten das Immunkörper-Präparat „Tb. I.-K.“, dem heutigen Spenglersan® Kolloid K.

Beeindruckt vom spektakulären Heilerfolg trat Paul Meckel in Spenglers Dienste und entwickelte gemeinsam mit Spengler u. a. die Spenglersan® Kolloide D, Dx und Om.

Wie Carl Spengler war auch Paul Meckel ein begeisterter Sportler. Er war Bobfahrer und gehörte zur Elite des internationalen Freiballon Sports. Nur einige Monate nach seiner TBC Genesung gelang ihm im Jahr 1906 die erste Alpenüberquerung mit einem Heißluftballon.  In den Jahren 1907 und 1909 vertrat er Deutschland bei dem bedeuteten internationalen Freiballon-Wettbewerb – dem Gordon-Benett-Wettfliegen in der Schweiz und in den USA.

1936 gründete Paul Meckel in Berlin die Firma Paul Meckel Pharmazeutische Spezialitäten (die heutige Spenglersan GmbH) und sicherte noch im gleichen Jahr den weltweiten Markenschutz für die Spenglersan Kolloide. Vor seinem Tod übertrug Carl Spengler im Jahr 1937 Meckel alle Herstellungs- und Vertriebsrechte seiner Rezepturen und Arzneimittel sowie seinen gesamten wissenschaftlichen Nachlass .

Von da an machte es sich Meckel zur Lebensaufgabe, Spenglers Weg der naturheilkundlichen Medizin fortzuführen.

Nach dem 2. Weltkrieg baute er die zerstörten Fertigungsstätten der Spenglersan GmbH in Konstanz am Bodensee wieder auf um kurz darauf mit dem Unternehmen nach Bonn – Bad Godesberg umzuziehen, von wo aus Paul Meckel das Unternehmen bis zu seinem Tode im Jahr 1962 erfolgreich leitete.