Der Spenglersan® Kolloid Blut-Test

Die Spenglersan Kolloide sind homöopathische Arzneimittel, die aufgrund ihrer Eigenschaften sowohl zur Therapie als auch zur Testung geeignet sind. Dafür steht ein Testsatz zur Verfügung, der die zehn Spenglersan Kolloide in speziellen Pipettenflaschen enthält. Die Zusammensetzung entspricht den Spenglersan Kolloiden in den Sprühflaschen zur Therapie.

Im Blut eines jeden Menschen sind als Folge früherer Erkrankungen zelluläre Antikörper vorhanden. Das jeweilige Spenglersan Kolloid, das als Antigen wirkt, löst eine Antigen-Antikörper-Reaktion aus, die sich als Zusammenballung darstellt. Der Grad der Zusammenballung ist gleichzeitig ein Anhaltspunkt für die Höhe des Antikörpertiters.

Bereits 1963 hat Schwarz den Spenglersan Kolloid Blut-Test entwickelt, der dann als “Schwarz Test“ bekannt wurde. Der Schwarz Test wurde auf Objektträgern ausgeführt. Dieses Testverfahren wurde von Wolters dahingehend modifiziert, dass anstelle der Objektträger aus Glas spezielle Testfolien (siehe Abb. 1) verwendet werden.

Dadurch ist es möglich, alle zehn Spenglersan Kolloid Blut-Tests zusammen mit dem Blindwert auf einer Folie nebeneinander auszuführen. Neben der Übersichtlichkeit wird durch die andere Oberflächenbeschaffenheit der Spezialfolie eine bessere Ablesbarkeit der Zusammenballungen erzielt. Pusch entwickelte später den Labor Test-Tisch, der die Durchführung des Spenglersan Kolloid Blut-Testes optimierte.

Für die Ausführung des Spenglersan Kolloid Blut-Tests wird der Spenglersan Kolloid Testsatz, die Spezial-Testfolien sowie Rührstäbchen und natürlich Patientenblut benötigt.

Abb. 1 Spezial Test-Folie

Abb. 1 Spezial Test-Folie

Zur besseren Handhabung und späteren Ablesbarkeit der Testergebnisse kann ein weißes Blatt Papier unter die Testfolie gelegt werden. Am besten und sichersten arbeitet man jedoch mit dem Labor Test-Tisch . Hier bietet eine von unten beleuchtete Acrylglas-scheibe optimale Be-dingungen. Außerdem werden Verwechslungen der Spenglersan Kolloide vermie-den, da jedes Spenglersan Kolloid in einem ent-sprechenden Fach des Labor Test-Tisches steht.

Das Testen sollte immer in einer bestimmten Reihenfolge durchgeführt werden.

Zuerst wird die Testfolie mit den Patientendaten mittels Faserschreiben beschriftet. Als nächstes werden je 1 Tropfen der Spenglersan Kolloide A, D, Dx, E, G. K, M. Om, R und T aus den Testflaschen auf die entsprechenden Felder auf der Testfolie aufgetropft. Es sollte darauf geachtet werden, dass jedes Spenglersan Kolloid in sein entsprechendes Testfeld getropft wird. Die Tropfen sollten etwas versetzt von der Mitte des Testfeldes aufgetropft werden.

Nachdem in jedem Testfeld ein Tropfen des entsprechenden Spenglersan Kolloids aufgetropft ist, wird der Patientin / dem Patienten Blut abgenommen. Am besten und schnellsten kann man mit Venenblut arbeiten. Zur Abnahme sollte nicht zu lange gestaut und eine möglichst dicke Nadel (Größe Pravaz Nr. 2) verwendet werden. Es genügt, etwa 2 ml Blut zu entnehmen.

Der Test kann auch mit Kapillarblut oder mit ungerinnbar gemachtem Blut (z.B. durch Zusatz von EDTA) durchgeführt werden. Dadurch kann die Blutentnahme z.B. bei einem Hausbesuch erfolgen und der Test erst später durchgeführt werden. Allerdings muss dann der Blut-Test innerhalb von 24 Stunden erfolgen.

Anschließend wird direkt aus der Kanüle in jedes Testfeld ein Tropfen Blut neben den vorhandenen Tropfen Spenglersan Kolloid getropft. Wichtig ist das Auftropfen neben das Spenglersan Kolloid, da die Menge Blut etwas kleiner als die Menge Spenglersan Kolloid sein muss . Dies kann nur durch getrenntes Auftropfen von Spenglersan Kolloid und Blut richtig gesehen werden. Das Aufbringen muss zügig vorgenommen werden um vorzeitige Trocknungsvorgänge zu vermeiden.

Bitte beachten: In die Testfelder D und Dx werden neben den einen Tropfen Spenglersan Kolloid je zwei Tropfen Blut, jeder für sich, aufgetropft. Da hierdurch die Auswertung erschwert werden kann, sollte in die Testfelder D und Dx zusätzlich je ein Tropfen isotonische Kochsalzlösung (0,9%ig) gegeben werden.

Falls ein Blindwert zur Kontrolle durchgeführt werden soll, wird in das entsprechende Testfeld je ein Tropfen Blut und ein Tropfen isotonische Kochsalzlösung getropft.

Nun werden Spenglersan Kolloid und Blut mit dem Rührstäbchen gut gemischt und anschließend auf etwa die Größe des Testfeldes verteilt. Für jedes Testfeld selbstverständlich ein neues Rührstäbchen verwenden. Zügig und ohne großen Druck arbeiten.

Danach wird die Folie an den Rändern (Vorsicht, nicht die Testfelder berühren) mit beiden Händen vom Labor Test-Tisch genommen und einige Male sachte von links nach rechts und von hinten nach vorne bewegt, so dass die Testflüssigkeiten auf der Folie leicht kreisen und gleichmäßig verteilt werden. Dann wird die Testfolie vorsichtig auf den Test-Tisch zurückgelegt und die Beleuchtung für die Auswertung eingeschaltet.

Mit der Auswertung der Testergebnisse kann sofort begonnen werden. Es sollte jedoch nicht länger als fünf Minuten gewartet werden.

Im positiven Fall sind die Zusammenballungen, vor allem auf dem Labor Test-Tisch, mit bloßem Auge erkennbar. Im Einzelfall kann der Test auch negativ ausfallen, so dass in keinem Testfeld eine Zusammenballung erkennbar ist, dies könnte u.a. folgende Gründe haben: der Patient steht unter einer immunsupressiven Therapie, Fehler bei der Blutabnahme, es besteht eine komplette Therapieblockade.

Die Stärke der Zusammenballungen können wie dargestellt auf der Testfolie markiert werden:

+++ = sehr große Zusammenballung, hoher Antikörpertiter
++ = mittlere Zusammenballung, mittlerer Antikörpertiter
+ = feine Zusammenballung, niedriger Antikörpertiter
– = keine Zusammenballung, kein Antikörpertiter

Bei jeder Erkrankung ist eine eingehende Anamnese zur genauen Diagnosefindung unerlässlich. Dieses Vorgehen kann der Spenglersan Kolloid Blut-Test nicht ersetzen. Ein positives Testergebnis zeigt die jeweilige Reaktionslage des Körpers an. Dadurch ist eine Zuordnung in die jeweilige Phase im 6-Phasen-Denkmodell möglich. Die Einordnung der Spenglersan Kolloide nach der Konstitutionsanalyse gibt zusätzliche Hinweise.

Eine mögliche Braun-, Gelb- oder Grünfärbung in einem oder beiden Test-feldern D und Dx deutet auf ein Dickdarmgeschehen hin. Diese Braunfärbung kann nur in den Testfedern D und/oder Dx auftreten und zeigt sich normalerweise sofort nach dem Mischen der Testflüssigkeiten.

Die Abbildung 2 zeigt eine Testfolie mit Zusammenballungen verschiedener Stärke. Da jeder Test ein ganz individuelles Ergebnis ergibt, dient die abgebildete Testfolie lediglich als Beispiel.

Bei dem Beispiel zeigen die Spenglersan Kolloide D und Dx eine mittlere Reaktion, die mit ++ bewertet wurde. Dies ist ein Hinweis auf ein Herdgeschehen. Es sollte also der Spenglersan Kolloid Herd-Test zur Lokalisierung des Herdgeschehens am Patienten durchgeführt werden.

Die Spenglersan Kolloide A, K und Om zeigen eine starke Zusammenballung an, also +++, die Zusammenballung bei Spenglersan Kolloid T wird mit ++, die bei Spenglersan Kolloid R mit + bewertet.

Abb. 2 Testfolie

Abb. 2 Testfolie

Die starke Reaktion bei Spenglersan Kolloid A zeigt eine Kreislaufstörung mit schwankenden Blutdruckwerten an, was durch die starke Reaktion bei Spenglersan Kolloid K bestätigt wird. In der Abbildung 4/8 Konstitutionsanalyse bedeutet „Herz“ das gesamte Kreislaufsystem.

Spenglersan Kolloid A und Om zeigen eine +++Zusammenballung, Spenglersan Kolloid T eine ++ Zusammenballung, was auf eine massive Stoffwechselstörung mit wahrscheinlicher Mesenchymblockade und entsprechender Organbelastung hindeutet (Abb. 4 Position 9.).

Die Reaktion bei Spenglersan Kolloid K (++) zusammen mit Spenglersan Kolloid R (+) deutet auf eine Leberbelastung hin.

Nach Abbildung 4 Position 7. weist der Begriff „Knochen“ auf Erkrankungen hin, die am Skelettsystem auftreten. In diesem Falle sind bei Spenglersan Kolloid R und T positive Reaktionen zu sehen, ein rheumatisches Geschehen liegt vor.

Außerdem lässt sich aus dem Testergebnis durch die Reaktion bei Spenglersan Kolloid A (+++) und T (++) eine starke tuberkulinische Belastung des Probanden ableiten.

Sofern eine oder mehrere Zusammenballungen als Testergebnis vorliegen, ist zumindest die Basistherapie klar. Die Spenglersan Kolloide, die die stärksten Zusammenballungen zeigen, werden verordnet. Da die Patientin / der Patient eine Mesenchymbelastung hat, sollte in diesem Beispiel die Entoxin-Therapie als zweite Basistherapie hinzugezogen werden.

Bei chronischen Erkrankungen sollte nach 6 – 8 Wochen Behandlungsdauer der Erfolg der Therapie durch einen erneuten Spenglersan Kolloid Blut-Test kontrolliert werden.

Hinweis: Die Testfolie kann getrocknet und dann archiviert werden.

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